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Potenz

Die Lateiner hatten immer schon die schönsten Worte für ganz praktische Alltagsverhältnisse: Potenz kommt von „Potentia“ und das bedeutet so viel wie Fähigkeit oder Kraft. Dabei bezieht sich die Potenz eher auf die männliche Hälfte der Schöpfung. Denn mit ihr ist einerseits das Vermögen des Geschlechtsteils zur Aufrichtung (Erektion - „Erigo“ heißt auch Erregung) gemeint und andererseits damit auch die Möglichkeit, Kinder zu zeugen. Bei ganz jungen Männern zeigt sich naturgemäß die Potenz am stärksten. Vor ihrem 40. Lebensjahr haben die wenigsten Herren, nämlich nur knapp 2 Prozent, über ein Nachlassen der Fähigkeiten beim Sex zu klagen, dagegen ist eine gewisse Schwächung der körperlichen Kraft bei 70jährigen schon üblicher und mit 27 Prozent keine Seltenheit mehr. Für viele Männer stellt die Potenz, die auch gelebt (und nicht nur seelisch so empfunden wird) quasi die Messlatte für ihre Definition als Angehöriger des starken Geschlechts dar. Mehr als Muskelkraft oder Aussehen beeinflusst sie damit den Gefühlshaushalt und ist für ein gesundes Selbstempfinden vielfach von größter Wichtigkeit.

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