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Erotik, eine Sache der persönlichen Anlage

Dreh- und Angelpunkt einer befriedigenden Sexualität ist die Erotik – also die psychische Komponente von Spannung und Entspannung im Bereich der Geschlechtsanziehung . Wobei Sexualität durchaus absolut ohne Erotik auskommen kann, wenn sie der reinen Triebbefriedigung dient. Erotik hängt immer sehr tiefgehend mit den subjektiven Bedürfnissen von Mann und Frau zusammen und kann von daher auch nie erzwungen werden. Wen oder was wir erotisch finden, was also unsere Lust erregt, ist immer eine Sache der ganz persönlichen Anlage, Erziehung und letztlich auch der frühen sexuellen Erfahrungen. Weil der gesamte Bereich der Erotik so individuell und weitgehend mit dem inneren Kern eines Menschen verbunden ist, stellt es sich für viele Paare als extrem wichtig heraus, wenigstens in den wichtigsten erotischen Bedürfnissen übereinzustimmen. Wenn der eine für ein Gefühl starker erotischer Spannung absolute Ruhe und Konzentration braucht, der andere aber lieber in der Öffentlichkeit Flirtspielchen spielt, wird es mit der gegenseitigen Abstimmung problematisch aussehen. Auch die Frage, ob z.B. männliche oder weibliche Lustlosigkeit körperlich bedingt ist, lässt sich erst klären, wenn man ausprobiert hat, ob nicht vielleicht eine kleine Änderung erotischer Gewohnheiten sehr offensichtliche Verbesserungen der Situation hervorrufen. Denn so manche erektile Dysfunktion stellt sich später als schlichte erotische Langeweile heraus. Guter Rat der Psychologen, die dieses Phänomen kennen: Neues ausprobieren!

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